Beispiele zu IT-Security

Adware

Lisa lädt sich eine kostenlose „Taschenlampen-App“ oder ein einfaches Puzzlespiel aus einer inoffiziellen Quelle herunter.

Nach der Installation öffnen sich auf ihrem Smartphone ständig unerwartete Pop-up-Fenster mit Werbung – selbst wenn das Spiel gar nicht geöffnet ist. Im Hintergrund klickt die App unbemerkt auf Werbebanners und verbraucht ihr Datenvolumen. Zudem erscheint eine gefälschte Warnung („Ihr Handy ist infiziert!“), die sie dazu verleiten soll, eine kostenpflichtige Reinigungs-App herunterzuladen.

Adware ist unerwünschte Software, die hauptsächlich Werbung anzeigt.

In den letzten Jahren ist Adware vor allem auf Android-Smartphones zu einem Problem geworden: Die Werbeprogramme verbergen sich häufig in Spiel- und Unterhaltungs-Apps. Sie klicken heimlich im Hintergrund auf Werbung und generieren so Geld für die Auftraggeber. Manchmal zeigt Adware auch Werbung mit bösartigem Inhalt an und installiert dadurch weitere Malware auf dem Gerät.Adware ist unerwünschte Software, die hauptsächlich Werbung anzeigt.

Adware ist unerwünschte Software, die hauptsächlich Werbung anzeigt.

Wie kann man Adware vermeiden?

  • Lade Apps nur aus offiziellen App-Stores (wie dem Google Play Store oder Apple App Store) herunter.
  • Lies App-Bewertungen anderer Nutzer: Wenn eine App viele negative Kommentare hat, sollte man vorsichtig sein.

Antiviren-Programme

Markus lädt aus Versehen eine präparierte Ausführungsdatei (rechnung.pdf.exe) herunter.

Praktisches Beispiel: Sobald der Download abgeschlossen ist, schlägt der integrierte Windows Defender an. Er stoppt die Ausführung der Datei sofort, zeigt eine Benachrichtigung an („Bedrohung gefunden“) und verschiebt die schädliche Datei automatisch in den Quarantäneordner. Markus kann die Datei dort nicht mehr versehentlich öffnen. Er kann sie nun endgültig löschen oder dem Virenscanner überlassen.

Antiviren-Programme prüfen im Hintergrund alle laufenden Aktivitäten, spüren Computerviren (z.b. Würmer, Trojaner) auf und blockieren oder löschen diese.

Hinweis: In Windows 10 und Windows 11 ist mit dem Windows Defender bereits ein vollwertiges Antiviren-Programm integriert, das für Privatanwender völlig ausreichend ist.
Windows verweigert die Ausführung einer verdächtigen Datei - hier ein ungefährliches Beispielvirus
Reaktion des Antivirenprogramms von Windows 10 auf ein Beispielvirus (eicar.com). Verdächtige Dateien werden in den Quarantäneordner verschoben. Dadurch können sie nicht mehr aufgerufen werden und sind nicht mehr gefährlich:Screenshot Windows 10 - QuarantäneIn Windows 10 und 11 ist ein Antivirenprogramm bereits dabei und für Privatanwender völlig ausreichend!

Anhänge an E-Mails (Attachments)

E-Mail-Anhänge können gefährliche Malware enthalten.

Beispiel: Herr Schober bekommt eine E-Mail – angeblich von seinem Telefonanbieter A1. Er öffnet den Anhang, woraufhin unbemerkt eine Malware (ein sogenanntes Backdoor-Programm) installiert wird. Bei der nächsten Online-Überweisung bemerkt er, dass automatisch versucht wird, einen hohen Geldbetrag auf ein fremdes Konto zu überweisen.

Zum Glück bemerkt er den Betrug rechtzeitig und beendet die Online-Banking-Sitzung. Der Bankberater empfiehlt ihm die vollständige Neuinstallation des Rechners.

Beispiel für eine E-Mail mit gefährlichem Anhang

Authentifizierung

Sichere Anmeldung bei sensiblen Online-Diensten

Einfache Authentifizierung: Anna meldet sich bei einem Forum mit Benutzername und Passwort an.

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Bei ihrem Online-Banking reicht das Passwort nicht aus: Sie gibt ihr Passwort am PC ein und muss die Anmeldung zusätzlich auf ihrem Smartphone per Fingerabdruck (Biometrie) oder über die ID Austria freigeben. Die Authentifizierung stellt die Identität einer Person oder eines Benutzers sicher.

Anmeldungen können erfolgen durch:

  • Benutzerkennung und Passwort
  • Eine PIN
  • Biometrische Daten (Fingerabdruck, Gesichtserkennung)
  • ID Austria (vormals Handysignatur in Österreich)

Wo man sich authentifizieren muss:

  • Bei der Anmeldung im Betriebssystem
  • Beim Einloggen in soziale Netzwerke (z. B. Facebook, Instagram)
  • Beim Online-Banking
  • Bei Behörden- und Serviceportalen (z. B. FinanzOnline)
  • Beim Abrufen von E-Mails im Browser
  • Bei Online-Marktplätzen und Shops (z. B. Amazon, eBay, Willhaben)

Authentifizierung mit Login und Passwort beim Online-Banking
Login mit Benutzername und Passwort
Handysignatur
Login mit Handysignatur z.B. beim Finanzamt oder Behörden

Autovervollständigen

Moderne Webbrowser speichern Formulareingaben wie Namen, Adressen oder E-Mail-Adressen automatisch, um spätere Eingaben zu erleichtern.

Wichtiger Sicherheitshinweis: An öffentlichen Computern (z. B. in Schulen, Bibliotheken oder Internetcafés) sollte diese Autovervollständigung deaktiviert oder das Speichern bei Abfragen konsequent abgelehnt werden, um unbefugten Zugriff auf persönliche Daten zu verhindern.


Einstellung im Browser Firefox: Formulardaten speichern

Hier findest du zu diesem Thema Informationen für Firefox, Chrome und Edge

Backdoor – (Hintertür)

Praktisches Beispiel 1: Herr Schober erhält eine gefälschte Rechnung per E-Mail von seinem Mobilfunkanbieter.

Er öffnet das angehängte Word-Dokument oder die PDF-Datei. Im Hintergrund wird unbemerkt eine Backdoor (ein Schadprogramm) installiert. Ein Angreifer kann nun aus der Ferne auf seinen PC zugreifen, Befehle ausführen und den Bildschirm mitlesen. Als Herr Schober sein Online-Banking öffnet, greift der Angreifer die Sitzung ab und leitet eine Überweisung um.

Praktisches Beispiel 2: Ein Krimineller hat sich über eine Sicherheitslücke Zugang zum Laptop von Julia verschafft.

Der Angreifer schaltet aus der Ferne unbemerkt Julias Webcam ein, fertigt Screenshots von ihren privaten Dokumenten an und zeichnet über einen mitinstallierten Keylogger alle Passwörter auf, die sie auf ihrer Tastatur eintippt. Julia bemerkt davon nichts, da ihr PC ganz normal weiterläuft.

Als Backdoor bezeichnet man einen geheimen Zugang zu einem IT-System. Kriminelle (oder Geheimdienste) nutzen diesen Zugang, um von außen ohne Berechtigung auf ein Gerät zuzugreifen.

Was Schadauswirkungen einer Backdoor sein können:

  • Tastatureingaben mitprotokollieren oder Befehle ausführen
  • Bildschirmfotos (Screenshots) anfertigen oder den Bildschirminhalt live übertragen
  • Dateien erstellen, verändern, löschen oder übertragen
  • Netzwerkverbindungen herstellen oder trennen
  • Programme starten oder beenden
  • Das Betriebssystem gezielt zum Absturz bringen

Weitere Informationen zu Backdoors finden sich auf Hoax-Infos – einer Seite der TU Berlin.

Backup (Datensicherung)

Ein Backup ist eine Kopie von Daten, um diese bei Verlust, Beschädigung oder Manipulation wiederherstellen zu können.

Beispiel: Herr K. möchte seine Daten vor Verlust durch Festplattendefekte, Viren oder versehentliches Löschen schützen. Er entscheidet sich für eine externe Festplatte mit automatischer Backup-Funktion. Immer wenn er die Festplatte per USB anschließt, werden aktuelle Kopien seiner Dateien gesichert.

Mit einer externen Festplatte/SSD und dem kostenlosen Programm Veeam Agent
for Microsoft Windows FREE kann eine automatische Sicherung leicht verwirklicht werden.


Warum Backups unerlässlich sind:

  • Eine wichtige Datei wurde versehentlich überschrieben oder gelöscht.
  • Der Computer oder der Datenträger (HDD/SSD) ist defekt.
  • Das Gerät wurde gestohlen oder ging verloren.
  • Physikalische Schäden durch Brand oder Wasser.
  • Schutz vor Erpressungssoftware (Ransomware).

Empfehlung: Backups sollten regelmäßig erstellt und an einem getrennten, sicheren Ort aufbewahrt werden (z. B. auf externen Datenträgern oder in einem gesicherten Cloud-Speicher).

Biometrische Verfahren zur Authentifizierung

Auge, Fingerscanner und Gesicht
Biometrische Verfahren nutzen eindeutige körperliche Merkmale zur Authentifizierung. Typische Verfahren sind:

  • Fingerabdruckscan
  • Gesichtserkennung (Facial Recognition)
  • Iris- oder Netzhautscan

Botnetz

Unbemerkte Nutzung fremder Computer für Cyberangriffe.

Praktisches Beispiel: Der Heim-PC von Familie Meier wurde vor Monaten mit Schadsoftware infiziert. Der PC ist nun Teil eines weltweiten Botnetzes aus vielen infizierten Geräten. Während Familie Meier schläft, nutzt der Betreiber des Botnetzes ihren PC und ihren Internetanschluss, um taufende Spam-E-Mails zu versenden oder gemeinsam mit den anderen „Bot-Rechnern“ die Website einer Bank gezielt zu überlasten (DDoS-Angriff).

Bots sind automatisierte Programme. Werden viele infizierte Computer zusammengeschaltet, spricht man von einem Botnetz. Die Betreiber von Botnetzen nutzen diese fremden Geräte meist ohne Wissen der Besitzer für:

  • Den massenhaften Versand von Spam- und Phishing-E-Mails
  • Überlastungsangriffe auf Webseiten und Server (DDoS-Attacken)

Hier gibt es ausführliche Informationen zu Botnetzen.

Cookies und Tracking

Cookies sind kleine Textdateien, die beim Besuch einer Website auf dem Computer des Nutzers gespeichert werden. Sie enthalten Informationen über besuchte Seiten und Einstellungen.

Anwendungsbereiche:

  • Online-Shops: Merken sich Produkte im Warenkorb.
  • Online-Banking: Hier kommen vor allem temporäre Session-Cookies zum Einsatz. Sie speichern für die Dauer der Sitzung eine eindeutige ID, damit der Server erkennt, dass du eingeloggt bist, während du zwischen verschiedenen Seiten (z. B. Kontoübersicht und Überweisung) wechselst. Sobald du dich ausloggst oder den Browser schließt, wird dieses Cookie gelöscht.
  • Personalisierte Werbung: Das Surfverhalten wird analysiert, um gezielte Werbung anzuzeigen.

Beispiel für plattformübergreifendes Tracking (Drittanbieter-Cookie)

Marc sucht auf einer Reise-Webseite nach Hotels in Wien. Danach besucht er eine Nachrichtenseite (z. B. derStandard.at oder ORF.at) und sieht dort plötzlich Werbebanner für genau diese Hotels in Wien.

Warum passiert das?
Auf der Reise-Webseite wurde ein Drittanbieter-Cookie (Tracking-Cookie) eines Werbenetzwerks auf Marcs Computer gespeichert. Wenn Marc spätere andere Websites besucht, die dasselbe Werbenetzwerk nutzen, liest das Netzwerk dieses Cookie aus und schaltet zielgerichtete Werbung.

Hier werden Informationen über Website-Grenzen hinweg gesammelt und für personalisierte Werbung genutzt.

Sind Cookies gefährlich?

Cookies selbst sind nur reine Textdateien und können keine Viren oder Malware enthalten. Sie stellen jedoch ein Thema beim Schutz der Privatsphäre dar. In den Einstellungen des Webbrowsers lässt sich festlegen, wie Cookies gehandhabt werden.

Alle Browser bieten Einstellungsmöglichkeiten für die Behandlung von Cookies – hier im Browser Firefox:

Cookies löschen und anzeigen

Dateien und Ordner verschlüsseln

Herr K. möchte den Ordner QR-Code so vor Zugriff schützen, dass die enthaltenen Dateien nur von ihm gelesen werden können. Andere Benutzer auf dem Rechner sollen diese Datei nicht lesen können. Windows ermöglicht eine derartige Verschlüsselung:

Rechtsklick auf die Datei,  wähle Eigenschaften > Allgemein > Erweitert > Erweiterte Atribute

Dokument mit Kennwort speichern

Herr K. möchte ein Worddokument so speichern, dass es durch ein Passwort zum Öffnen geschützt ist.
So funktioniert es in Word: Datei -> Informationen -> Mit Kennwort verschlüsseln…

Auch mit Datei -> Speichern unter -> Tools -> Allgemeine Optionen kann ein Kennwort gesetzt werden:

Identitätsdiebstahl

Beim Identitätsdiebstahl eignen sich Betrüger personenbezogene Daten (z. B. Name, Adresse, Geburtsdatum, Ausweisdaten) fremder Personen an. Mit diesen Daten tätigen sie Käufe, schließen Verträge ab oder begehen Straftaten im Namen des Opfers.

Praktisches Beispiel: Der gefälschte Online-Einkauf

Sarah entdeckt in ihrem Briefkasten eine Mahnung eines Online-Shops über 450 Euro für ein Smartphone, das sie nie bestellt oder erhalten hat. Wie kam es dazu?
Ein Betrüger hat Sarahs Namen, Geburtsdatum und Wohnadresse herausgefunden (z. B. durch ein altes Datenleck bei einer Website oder aus dem Papiermüll).

Der Betrüger legt im Online-Shop ein Konto mit Sarahs Daten an und wählt als Zahlungsart „Kauf auf Rechnung“. Als Lieferadresse gibt er eine Packstation oder eine leerstehende Nachbarwohnung an, um das Paket abzufangen.

Die Folge:
Der Betrüger erhält das Smartphone. Die Rechnung und die Mahnungen gehen jedoch an Sarahs Adresse. Sarah muss nun beweisen, dass sie die Bestellung nicht getätigt hat, um Inkassogebühren und einen negativen Schufa- bzw. Krediteintrag abzuwenden.

Information Diving

Darunterversteht man das gezielte Suchen nach vertraulichen Informationen im Müll (z. B. in Altpapiercontainern) oder auf unvollständig gelöschten, entsorgten Datenträgern. Schutzmaßnahmen:

  • Dokumente mit sensiblen Daten vor der Entsorgung schreddern (Aktenvernichter nutzen).
  • Datenträger (Festplatten, USB-Sticks, Smartphones) vor der Entsorgung oder Weitergabe fachgerecht und unwiderruflich löschen bzw. physikalisch zerstören.

Keylogger

Herr S. bemerkt durch Zufall, dass über seinen Ebay-Account zwei teure Uhren um je 10.000 Euro verkauft wurden. Beim Versuch, sich bei PayPal anzumelden, muss er feststellen, dass sein Passwort geändert wurde. Auch bei seiner GMX-Adresse wurde eine Weiterleitung für Nachrichten von Ebay und PayPal eingerichtet.

Bei der Kontrolle seines PCs wird festgestellt, dass ein Keylogger-Programm seine Passwörter an die Betrüger verschickt hat.
Herr S. sichert alle Daten und installiert den Rechner zur Sicherheit neu. Auch ändert er die Passwörter für Amazon, Ebay, GMX, PayPal und seinen Zugang zum Online-Banking.

Kindersicherung

Kindersicherungs-Software dient dem Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum:

  • Inhaltsfilter machen ungeeignete Webinhalte unzugänglich.
  • Nutzungszeiten: Beschränken die tägliche Dauer der Computer- oder Internetnutzung (z. B. über Windows-Einstellungen oder Router-Konfigurationen).

Einrichtung einer Kindersicherung in Windows 11.


Beispiel für eine zeitliche Einschränkung der Internetnutzung in der Konfiguration des Internetmodems.

Passwörter – Kriterien für hohe Sicherheit

Herr S. kann plötzlich seine E-Mails nicht mehr abrufen und er kann sich bei seinem PayPal-Konto nicht mehr anmelden.

Herr S. verwendet für die Zugänge zu Amazon, zum Bezahlsystem PayPal, sein E-Mailprogramm und anderen Internetzugängen nur ein Passwort. Das ist für ihn sehr praktisch und leicht zu merken. Eines Tages kommt ein Hacker an das Passwort und hat damit gleich alle Zugänge. Bei PayPal wird sofort Geld überwiesen. Der Hacker ändert die Passwörter bei den Zugängen und daher hat Herr S. keinen Zugriff mehr.

Nutzt ein Anwender dasselbe Passwort für mehrere Dienste, erlangen Kriminelle mit einem einzigen Datenleck Zugriff auf alle Konten.

Regeln für sichere Passwörter:

  • Länge: Je länger ein Passwort ist, desto schwerer ist es zu knacken (mindestens 10 bis 12 Zeichen).
  • Vielfalt: Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
  • Einzigartigkeit: Für jeden Dienst und Login ein eigenes Passwort verwenden.
  • Eselsbrücke nutzen: Aus einem Merksatz lässt sich leicht ein starkes Passwort generieren:
    Satz: „Mein Vater heißt Albert Mayer und wurde 1983 in München geboren!“ Passwort: MVhAMuw1983iMg!

Phishing

Phishing bezeichnet den Versuch, über gefälschte E-Mails, Nachrichten oder Webseiten an sensible Daten (z. B. Zugangsdaten, Kreditkartennummern, Passwörter) zu gelangen oder Schadsoftware zu verbreiten.

Frau S. bekommt eine E-Mail – angeblich von einem bekannten Telekommunkationsunternehmen. Der angebliche Anhang ist ein Downloadlink. Frau S. öffnet die heruntergeladene Datei und installiert so ungewollt einen Trojaner. Einige Tage später wird sie von ihrem E-Mailprovider verständigt, dass von ihrem PC aus SPAM-Mails in großer Zahl versandt werden.

Eine gefälschte E-Mail gibt vor, dass eine Sicherheitsmaßnahme für das Internetbanking aktiviert werden muss. Wenn der Anwender die geforderten Daten eingibt, wird Geld vom Konto abgebucht.

Bild zu Phishing-Mail

Beispiel für einen Internetbetrug: https://noe.orf.at/v2/news/stories/2705804/

Ransomware

Herr K. erhält ein E-Mail angeblich von einem Energieversorger.
Er achtet nicht auf die Absenderadresse (gelb unterlegt) und klickt auf die verlinkte „Rechnung“.
Er öffnet die heruntergeladene Datei und beantwortet die Frage, ob das Programm Änderungen durchführen darf mit einem Klick auf „JA“.

Ansicht eines betrügerischen E-Mails

Auf dem Computer wurde eine Malware installiert, die Bilder und Dokumente verschlüsselt. Herr K. kann nicht mehr auf seine Dateien zugreifen. Besonders unangenehm ist es, dass auch die Daten der Buchhaltung verschlüsselt wurden.

In den Ordnern findet Herr K. Hinweise, wie er das Lösegeld von mehr als 100 Euro bezahlen soll.


Herr K. hat aber eine aktuelle Datensicherung/Backup. So sind seine Daten nicht verloren. Den Aufwand und die Zeit zur Datenwiederherstellung und Überprüfung seines Computers wird ihm niemand ersetzen.

Ransomware ist Schadfrequenz-Software, die Dateien oder das gesamte System auf einem Computer verschlüsselt. Anschließend verlangen die Angreifer ein Lösegeld (Ransom) für die Freischaltung der Daten.

Wichtig: Lösegeldzahlungen garantieren keine Wiederherstellung der Daten. Ein aktuelles, unbeschädigtes Backup ist der einzig zuverlässige Schutz vor den Folgen von Ransomware.

Rootkit

Herr S. überweist per Online Banking 50 Euro für ein Abo. Beim Kontrollieren der SMS-Tan bemerkt er, dass die Überweisungssumme, die im SMS angegeben wurde, weit höher ist. Er bricht den Vorgang sofort ab und verhindert so einen finanziellen Schaden.

 

Herr S. hat die automatischen Update-Funktion in Windows deaktiviert. Er möchte nicht, dass immer wieder mal der Computer beim Herunterfahren die Updates installiert.

So merkt er nicht, dass auf seinem Computer ein Rootkit installiert wurde. Das war möglich, weil durch ein nicht durchgeführtes Update eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows nicht geschlossen wurde. Durch das Rootkit kann auch das Antivirenprogramm die Malware nicht erkennen.

Die Kriminellen konnten nun beliebige Schadsoftware installieren und so beim Online-Banking Schaden anrichten.
Der Berater der Bank empfiehlt Herrn S. den Computer neu installieren zu lassen.

Sichere Webseiten haben ein Digitales Zertifikat
Sichere Webseiten erkennt man an der URL, die mit https beginnt:

Sichere Webseiten haben ein digitales Zertifikat.
Datenübertragungen zu sicheren Webseiten erfolgen verschlüsselt.

Shoulder Surfing

Marc wird gefragt, warum er so „gemeine“ E-Mails verschickt. Marc loggt sich gleich in Gmail ein und findet im Ordner Gesendete E-Mails, die er nicht geschrieben hat.

Ein Mitschüler hat Marc beim Eintippen des Passworts beobachtet (über die Schulter geschaut!) und Marcs Gmail-Account missbraucht.

Marc ändert sofort das Passwort und kontrolliert die Wiederherstellungsinformationen wie Telefonnummer und zweite E-Mail-Adresse.

Shoulder Surfing kann auch beim Abheben von Bargeld beim Bankomaten ein Problem sein! Man sollte beim Eingeben der Geheimzahl das Eingabefeld abdecken.

Praktisches Beispiel 2: Skimming

Herr T. bemerkt beim Durchsehen seines Kontoauszugs, dass in Peru mit seiner Bankomatkarte 500 Euro behoben wurden.

So funktionierte der Betrug:
Die Betrüger montierten ein Magnetkartenlesegerät direkt vor dem Kartenschlitz des Bankomaten. Eine Mini-Kamera, die über der Tastatur des Bankomaten montiert ist, filmte beim Geld-Abheben den Code. Die Betrüger stellen eine Kopie der Bankomatkarte her und haben mit dem erbeuteten Code Zugang zum Bankkonto.

Herr lässt sein Konto sofort sperren. In Zukunft deckt er bei der Eingabe des PIN-Codes mit der zweiten Hand das Tastenfeld ab.

Einen ausführlichen Bericht zu dieser auch noch jetzt aktuellen Betrugsmethode findet man auf heise.de.

Praktisches Beispiel: Social Engineering

Beispiel 1:

Ein angeblicher Mitarbeiter des Microsoft-Service-Centers ruft bei Herrn X.Y. an. Auf dem Computer der Herrn X.Y. soll sich eine Schadsoftware befinden. Per Fernwartung könnte vom Computer die Schadsoftware gelöscht werden. Herr X.Y. soll die Fernwartungssoftware „TeamViewer“ herunterladen und starten, damit auf den Computer zugegriffen werden kann. Herr X.Y. führt die Anweisungen durch und ein Betrüger bekommt den Zugriff auf den Rechner. Nun werden Daten auf dem Rechner gelöscht, verschlüsselt, Kennwörter ausgelesen, Keylogger installiert und anderes mehr.

Beispiel 2:

Ein Mitarbeiter erhält einen Anruf eines angeblichen Technikers, der vorgibt, für einen Test die geheimen Zugangsdaten zu benötigen. Zwei Tage später entdeckt der Administrator, dass vom Firmenserver wichtige Daten auf einen Server in Bulgarien kopiert wurden. Nachforschungen ergaben, dass der angebliche Techniker das herausgegebene Passwort für den Datendiebstahl benutzte.

Social Engineering ist eine verbreitete Methode zum Ausspionieren von vertraulichen Informationen. Um an vertrauliche Informationen zu gelangen, wird die Gutgläubigkeit, die Hilfsbereitschaft oder auch die Unsicherheit einer Person ausgenutzt.